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Der Kapuzenpullover

Ein Stück skurrile Textilgeschichte

Kaum ein anderes Kleidungsstück wurde unter so harmlosen Bedingungen geboren und später als bösartig empfunden und sogar teilweise verboten. Trotzdem ist der Kapuzenpullover ein echtes Allroundtalent für die Freizeit. Wie Mann ihn trägt und wo Mann ihn besser nicht trägt, weiß Just4Men.de.

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Die Ersten, die Kapuze trugen, und somit auch als Trendsetter bezeichnet werden können, waren mittelalterliche Mönche, zu deren formeller Kleidung die so genannte „Gugel“ gehörte. Deren kapuzenartige Kopfbedeckung bedeckte meist sogar noch die Schultern. Im Spätmittelalter wurde die Kapuze (also damals noch Gugel genannt) dann auch für den normalen Mann zur Mode. Für den modebewussten Mittelalter-Mann gab es die Gugel auch mit individueller Note: Von überlangem Zipfel, über Glöckchen bis hin zu Zaddeln (einer Art Fransenverzierung) gab es bald alles. Glöckchen und Zaddeln gibt es bei uns nicht, dafür sinnvolle Hinweise und aktuellere „Gugeln“.

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Von der Gugel zur Kapuze

Die eigentliche Geschichte des Kapuzenpullovers, wie wir ihn kennen, beginnt erst in den 1930er-Jahren. Da die Arbeiter in New Yorker Tiefkühllagern stets froren, entwarf das Sportbekleidungsunternehmen Champion das „hooded sweatshirt“, also den ersten Kapuzenpullover mit der Kängurutasche am Bauch. Erst danach wurde der „Hoodie“ auch als Sportkleidung etabliert.

Der Kapuzenpullover wird zur Streetwear

Als in den 70er- und 80er-Jahren die Hip-Hop-(Sub-)Kultur in New York aufkam, wurde auch der Kapuzenpullover populär. Sowohl die Skate- als auch die Surfszene trugen dazu bei, dass der Hoodie bis heute als sportlicher Jackenersatz gilt. Leider erkannten auch die Kriminellen den Vorteil der Anonymität der Kapuze für sich, was dazu führte, dass er bis heute im Arbeitsumfeld als nicht salonfähig gilt. Die Anonymität nutzen auch hierzulande Linksautonome und Graffitisprüher, deren „Erkennungsmerkmal“ die Vermummung mit Kapuze, Baseballcap und Sonnenbrille ist.

 
U.S.POLO
 

Die Briten und ihre Angst vor der Kapuze

Obwohl der Hoodie zum Beispiel in den USA teilweise Bestandteil der Schuluniform oder Schulkleidung ist, wird er in Großbritannien tatsächlich als Bedrohung angesehen. Grund dafür ist, dass ihn zum einen die „Chavs“ tragen, also eher asoziale Rüpeljungs aus Englands Unterschicht, und zum anderen Ladendiebe die Kapuze benutzt haben, sodass die Überwachungskameras ihre Gesichter nicht filmen konnten. In den vergangenen fünf Jahren wurde deshalb das Tragen von Kapuzenpullovern in Verbindung mit Caps in zahlreichen Einkaufszentren verboten, obwohl sie in den Läden innerhalb des Einkaufsparadieses in vielen Schaufenstern hängen. 2006 wurde einer Lehrerin in Südengland der Eintritt in einen Laden verboten, weil sie einen Kapuzenpullover trug. Bei Ihrer nächsten Reise nach Großbritannien sollten Sie also das Kapuzensweatshirt zuhause lassen.

Nicht so, wenn Sie Ihre Reise nach Neuseeland führt. Dort gibt es nämlich seit 2008 den „National Hoodie Day“, der immer im Mai stattfindet.

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