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Hahnentritt, Madras und Co

Stoffmuster, die Sie kennen sollten

Al Capone machte Nadelstreifen zu seinem Erkennungsmerkmal, Lapo Elkann liebt Seersucker-Anzüge, Ausnahme-Schauspieler Adrien Brody trägt vorzugsweise Fischgrätmuster. Brad Pitt hat wiederum seit seiner Rolle in Tarantinos „Inglorious Basterds“ das Hahnentrittmuster für sich entdeckt. So unterschiedlich diese Herren sind, so verschieden sind auch die Stoffmuster ihrer Anzüge.

Es gibt Dinge, die ein Mann einfach wissen muss - auch wenn sie im ersten Moment nicht interessant erscheinen. Zu diesem Wissen gehören die wichtigsten Muster für Stoffe, in der Fachsprache Rapport genannt. Ein Rapport entsteht erst, wenn einzelne Elemente durch Weben oder Stricken auf der gesamten Stofffläche wiederholt werden. Damit Sie nicht länger im textilen Dunklen tappen, hat Just4Men.de acht Muster zusammengestellt.

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1. Nadelstreifen

Nadelstreifen waren nicht nur das liebste Stoffmuster von Jahrhundertverbrecher Al Capone - Nadelstreifenanzüge gelten als ultimative Finanzuniform. Seinen Namen hat das Muster, weil farblich abgehobene, meist hellere Fäden im Stoffgewebe als nadelfeine Längsstreifen erscheinen. Nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008 brach der Verkauf von Nadelstreifenanzügen kurzzeitig ein - viele Banker wollten nicht mehr als Banker erkannt werden.

2. Kalkstreifen

Kalkstreifen ähneln Nadelstreifen auf den ersten Blick sehr, sind aber bei genauem Betrachten wesentlich aparter. Kalkstreifen kommen meist bei winterlichen Kleidungsstücken zum Einsatz, da der sogenannte Kettfaden durch den der Kalkstreifen zum Vorschein kommt, eher breit ist. Kalkstreifenanzüge passen perfekt zu eisig kalten Wintertagen, an denen sich alles um große Geschäftsabschlüsse dreht.

3. Fischgrat

Der Begriff wird Ihnen vielleicht von der letzten Altbau-Wohnungsbesichtigung bekannt vorkommen. Fischgrat ist sowohl ein Parkett-Verlegemuster als auch ein Webmuster. Beide ergeben das typische Zickzack-Muster, das an Fischgräten erinnert. Ein kompletter Dreiteiler aus Fischgrat ist an Klasse, Eleganz und Stil kaum zu übertreffen. Kombiniert Mann dagegen nur das Fischgrat-Jackett mit dunklen Jeans und einem weißen Button-down-Hemd, erreicht er den wohl schicksten Casual-Look.

   

4. Hahnentritt

Hahnentritt ist ein zweifarbiges Karomuster, das mit etwas Fantasie an die Fußspuren eines Hahns erinnert. Die Ecken der Karos laufen spitz zu und ragen etwas über die viereckige Fläche hinaus. Der kleine Bruder des Hahnentritts ist das Pepita, das klassische Muster für Kochhosen. Hahnentritt dagegen wird als Stoffmuster für Sakkos und Anzüge für besondere Anlässe getragen, und dann im Idealfall mit weißem Hemd, grauer Krawatte und Einstecktuch und goldenen Manschettenknöpfen kombiniert.

5. Glencheck

Glencheck entstand aus den vielen verschiedenen schottischen Clantrachten. Dieses traditionelle Karo wird meist für Hemden, manchmal auch für Anzüge verwendet. Grundsätzlich eignet sich das „Doppelkaro“ nur für den Tag und findet in der Abendgarderobe keine Verwendung. Übrigens: In England heißt das dort sehr beliebte Muster „Prince of Wales“, in Frankreich „Prince de Galle“ und in Österreich „Esterhazy“.

6. Tattersall-Karo oder Gitterkaro

Das Gitterkaro ist ein verstecktes Allroundtalent, denn es funktioniert wunderbar als Hemdenmuster beim seriösen Businessanzug, der immer wieder auch als Party-Klamotte herhalten muss. Seinen Namen hat das Gitter- oder eben auch Tattersall-Karo von Richard Tattersall. Der verarbeitete das Karo auf kostbarsten Pferdedecken.

7. Madraskaro

Madraskaro ist zugleich das sommerlichste als auch das bunteste Muster, das ein Mann für seine Garderobe wählen kann. Kein Muster verbreitet so viel Freizeitgefühl und Dolce Vita, allerdings nur, wenn es richtig kombiniert wird. Feststeht: Flächenmäßig ist eine kurze Hose oder ein Hemd das Höchste der Gefühle, was das menschliche Auge ertragen kann. Kombinieren Sie den lauten Farbklecks mit einem dunkelblauen Marinesakko und einem weißen Hemd oder ein Hemd mit Madraskaro gepaart mit dunkelblauer Jeans.

8. Seersucker

Als passender Stoff für gutes Aussehen bei sengender Hitze eignet sich nichts besser als Seersucker. Das Baumwollgewebe besteht aus abwechselnd glatten und gerafften Stoffstreifen, ist bügelfrei und sorgt durch seine lockere Tragweise für Luftzirkulation. Seersucker gibt es inzwischen in den wildesten Farbkombinationen - wer aber Klasse hat, trägt den Anzug in klassischem Hellblau mit Weiß, mit braunen Slippern und weißem Hemd.

 

Tina Heindel

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