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Strick ist nicht gleich Strick

Was Sie über das Material Ihres Pullovers wissen sollten

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum die Preise von Strickpullovern zwischen Hunderten von Euros variieren? Zum Einen kann das natürlich daran liegen, dass Sie bei manchem Designerteil einen Großteil für den Namen bezahlen. Aber auch Qualität hat ihren Preis. Damit Sie nicht mehr im textilen Dunklen tappen müssen, hat unsere Redaktion die Fakten über die wichtigsten, gängigsten und wertvollsten Materialen zusammengestellt.

Strick, Material, Wolle

Wolle wurde bereits vor 7000 Jahren in China, bei den Babyloniern und in Ägypten verwendet. Damals hatten die Herrschaften sicherlich keine so große Auswahl wie Sie heutzutage. Damit Sie sich in der Auswahl zurechtfinden, haben wir (nach Qualität aufsteigend) die wertvollsten und weichsten Wollarten und Tierhaare zusammengesucht.

Schurwolle: der Klassiker

Schurwolle wird wie der Name bereits verrät durch Schur (am lebendigen Tier) gewonnen. Wie das Fell der Schafe nimmt auch die Wolle Schmutz nur oberflächlich an und lässt sich somit ohne Probleme relativ gut reinigen. Unterarten von Schurwolle sind Lammwolle und Jährlingswolle, die besonders weich, fein und wenig fest sind. Wenig elegant und qualitativ minderwertig sind Sterblingswolle (die stammt von kranken, notgeschlachteten Tieren) und Reißwolle, die aus alten Kleidungsstücken recycelt wird.

Merinowolle: vom Edelschaf

Wolle ist nicht gleich Wolle, und im Vergleich zu Merinowolle ist Schurwolle regelrecht ordinär. Die Wolle des Merinoschafs ist weich, stark gekräuselt und sehr fein. Verwendet wird sie außer für gestrickte Pullover auch für gewebte Stoffe und für feine Strümpfe. Und wer in einem Gespräch wirklich auftrumpfen will, weiss sogar, dass das es Merinoschaf nur in Australien, Südamerika und den ehemaligen Mitgliedsstaaten der UdSSR gibt.

   

Mohair: das Haar der Superziege

Angora- oder Mohairziegen werden genau zweimal im Jahr geschoren und haben besonders langes Haar, das leicht gelockt ist und seidig glänzt. Je länger das Haar der Ziege, desto hochwertiger ist es und die besten Haare haben Ziegen aus Texas, Südafrika und der Türkei. Mohair lässt sich besonders gut färben und filzt aufgrund der Faserlänge kaum. Das Haar des Ziegenochsen heißt übrigens Yak und wird hauptsächlich für Decken und Filze verwendet.

Kaschmir: edles Haar aus schwindeligen Höhen

Die Kaschmir-Ziege lebt in der Mongolei und im Himalaya in extremer Höhe bis 5000 Meter. Um die Kälte zu überstehen, hat sie ein außergewöhnlich feines und dichtes Unterhaar, das besonders gut wärmt. Beim jährlichen Haarwechsel wird sie gekämmt und die Haare werden nach Farbe und Feinheit sortiert. Da die Kaschmir-Ziege aufgrund der Witterung ihrer Heimat nicht geschoren werden kann, ist das hochwertige Kaschmirhaar das zweitteuerste Naturhaar. Je feiner und heller das Haar, desto wertvoller ist es. Daher gibt es zwischen Kaschmir-Pullovern auch erhebliche Preisunterschiede.

Vikunja: die Wolle als Anlageform

Nur Vikunja gilt als noch wertvoller als Kaschmir. Ein Schal aus dem Haar des Vikunjalamas, das in den südamerikanischen Anden beheimatet ist, kostet Sie locker 1.500 Euro. Warum? Sie müssen wissen, dass ein Vikunja im Durchschnitt nur 250 Gramm Wolle einmal in zwei Jahren liefert und weltweit gibt es nur noch etwa 180.000. Ist die Wolle dann erst einmal sortiert und ausgesucht, bleiben nur noch 120 Gramm. Für einen Mantel (im Wert eines Kleinwagens) braucht man übrigens das Fell von 25 bis 30 Tieren.

Tina Heindel

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