HOSEN FÜR MÄNNER:
Von damals bis heute – Hosen mit Geschichte
Manche wurden für harte Arbeit gemacht, andere für den Sport oder das Militär. Und wieder andere prägten das Stilgefühl ganzer Jahrzehnte. Unsere liebsten Hosenklassiker haben oft eine überraschende Vergangenheit – und sich seit ihren Anfängen immer wieder neu erfunden. Wir nehmen Dich mit auf eine kleine Zeitreise durch die Modegeschichte und zeigen Dir, wie Bundfaltenhose, Chino und Co. heute getragen werden.

Die Bundfalte
Ein Hauch der Goldenen Zwanziger.
In den 1920er-Jahren erlebten Bundfaltenhosen einen Aufschwung in der Herrenmode und wurden bald zum festen Bestandteil eleganter Garderoben. Besonders in den 1930er-Jahren prägten großzügig geschnittene Hosen mit hoher Taille und weitem Bein das Bild des stilbewussten Gentlemans. Die Bundfalten schufen dabei nicht nur eine elegante Silhouette, sondern boten auch mehr Bewegungsfreiheit.
Nach Jahrzehnten wechselnder Trends und einer langen Phase schmaler Schnitte feiert die Bundfaltenhose heute ihr Comeback. Mal klassisch zum Sakko, mal ganz entspannt mit Strick und Sneakern – ihre elegante Vergangenheit sieht man ihr noch immer an, nur nimmt sie es heute mit den Dresscodes nicht mehr ganz so genau.


Die Chino
Von der Uniform zum Allrounder.
Kaum zu glauben, dass die Chino einmal zur Uniform gehörte. Ihre Geschichte führt ins 19. Jahrhundert, als die britische Armee in Indien auf leichte, khakifarbene Baumwollhosen setzte. Der robuste Stoff war für das warme Klima deutlich praktischer als schwere Uniformmaterialien. Später übernahm auch das amerikanische Militär ähnliche Hosen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die Chino ihren Weg in die zivile Garderobe und wurde besonders an amerikanischen Eliteuniversitäten zum festen Bestandteil des sogenannten Ivy-League-Stils. Heute hat sie ihren militärischen Charakter weitgehend abgelegt und bewegt sich ganz selbstverständlich zwischen Freizeit und Business. Ob mit Hemd und Sakko oder Pullover und Sneakern – kaum eine Hose ist so unkompliziert vielseitig.
Die Jeans
Eine robuste Legende.
Ihre Geschichte ist eng mit dem amerikanischen Westen verbunden. Während des Goldrauschs und der anschließenden Industrialisierung brauchten Arbeiter Kleidung, die einiges aushielt. 1873 ließen Levi Strauss und Jacob Davis eine besondere Idee patentieren: Arbeitshosen, deren beanspruchte Stellen mit Metallnieten verstärkt wurden. Der Grundstein für die moderne Jeans war gelegt.
Doch die robuste Arbeitshose sollte noch eine ganz andere Karriere machen. In den 1950er-Jahren wurde Denim durch Hollywoodstars wie James Dean und Marlon Brando zum Symbol für Jugendkultur, Freiheit und Rebellion. Später eroberte die Jeans nahezu jede Stilrichtung – von Punk bis High Fashion. Heute ist sie aus unserem Kleiderschrank nicht mehr wegzudenken. Mal lässig und verwaschen, mal dunkel und elegant, aber immer mit einem Hauch ihrer unangepassten Vergangenheit.


Die Jogpants
Vom Sportplatz in den Alltag.
Auch ihre Anfänge liegen in den 1920er-Jahren: Der französische Sportbekleidungshersteller Émile Camuset, Gründer von Le Coq Sportif, gilt als einer der Pioniere der modernen Jogginghose. Statt steifer Sportkleidung sollten weiche, flexible Materialien den Athleten mehr Bewegungsfreiheit bieten. Was zunächst dem Training vorbehalten war, fand später durch die Fitnessbewegung und die Hip-Hop-Kultur seinen Weg auf die Straße.
Heute haben Jogpants mit der klassischen grauen Trainingshose oft nur noch den Komfort gemeinsam. Hochwertige Materialien, cleane Schnitte und elegante Details machen sie zu einer modernen Alternative zur klassischen Stoffhose. Kombiniert mit Feinstrick, Hemd oder Sakko funktionieren sie längst auch in angezogeneren Looks. Ob Karl Lagerfeld bei diesen Modellen wohl seine Meinung geändert hätte?
Die Cordhose – ein Stoff mit Vergangenheit
Einst für seine Strapazierfähigkeit geschätzt, wurde Cord in den 1960er- und 70er-Jahren zum modischen Favoriten. Heute bringt seine charakteristische Rippenstruktur wieder mehr Abwechslung in die Herbstgarderobe.
Die Cargohose – praktisch aus Prinzip
Ihre markanten Beintaschen verdankt die Cargohose dem britischen Militär der 1930er-Jahre. Ursprünglich für wichtige Ausrüstung gedacht, wurden sie später zum charakteristischen Detail lässiger Streetwear-Looks. Heute zeigt sich die Cargohose auch von ihrer eleganteren Seite: mit reduzierten Taschen, klaren Schnitten und einer Silhouette, die selbst in angezogeneren Outfits funktioniert.
Die Flanellhose – Eleganz mit Tradition
Flanell etablierte sich im 19. Jahrhundert als beliebter Stoff für Herrenbekleidung und wurde später zum Klassiker der britischen Schneiderkunst. Mit ihrer weichen Oberfläche und dem eleganten Fall ist die Flanellhose bis heute ein fester Bestandteil der gehobenen Garderobe.



































































