Italien gehört zu den absoluten Mutterländern der Mode. Seit Jahrhunderten ist das Land in Südeuropa bekannt für eine unvergleichliche Symbiose aus Handwerk und Kreativität - außerdem gilt Fashion made in Italy als Exportschlager für alle, die ein Stück des weltberühmten Dolce Vita in ihrem Kleiderschrank haben möchten. Daher kommt es auch, dass man bei italienischer Mode zunächst an große Traditionshäuser wie Versace oder Armani denkt. Natürlich nicht ohne Grund: Diese stilprägenden Marken haben ihren Ruf über Dekaden erarbeitet und stehen geradezu stellvertretend für das Design des Landes.


Aber die Mode aus Italien ist weitaus vielfältiger als es die Klischees uns glauben machen. Neben raffinierten Maßanzügen und opulenten Verzierungen brillieren die Italiener nämlich auch in anderen Disziplinen. Und das Verrückte daran: Einige der Labels sind zwar weltbekannt, nur eben nicht explizit als italienische Marken. Wir haben ein paar interessante Beispiele für dich - die du natürlich bei uns im Onlineshop findest.

 


REPLAY

Hinter dem englischen Namen verbirgt sich die Idee von Claudio Buziol, der Replay 1978 ins Leben rief. Das Denimlabel ist vor allem für seine Double-Ring-Jeans bekannt - eine spezielle Gewebeart, die Buziol bei einer Reise nach Japan entdeckte. Der Name "Replay" bezieht sich übrigens auf den Ansatz, klassische Designs zu bewahren und in modernen Kollektionen neu aufleben zu lassen.

 


NAPAPIJRI

Wenn du Napapijri nicht als durch und durch italienische Marke auf dem Schirm hast, ist das kein Wunder. Der Name kommt aus dem finnischen und bedeutet "Polarkreis", außerdem ziert eine norwegische Flagge viele der Stücke von Napapijri. Damit spielt das Label natürlich auf die extremen Wetterbedingungen an, für die es seine Kleidung entwirft. Tatsächlich stammt Napapijri allerdings aus Aosta, einem kleinen Alpenstädtchen im Nordosten Italiens. Hier wurde die Brand 1990 gegründet und hat auch heute noch ihren Hauptsitz.

 


COLMAR

Auch hier solltest du dich nicht vom Namen in die Irre führen lassen. Colmar ist zwar eine Stadt im nordfranzösischen Elsass, die gleichnamige Modemarke hat ihren Ursprung aber in Monza. Aber warum heißt das Wintersport- und Lifestyle-Label Colmar dann Colmar? Die Idee entstand bei Brainstorming auf einem Päckchen Zigaretten und stellt ein Akronym aus Nach- und Vorname von Mario Colombo dar, der das Unternehmen 1923 gemeinsam mit seiner Frau Irma gründete.

 


PEUTEREY

Auch "Peuterey" klingt eher französisch als italienisch... und dafür gibt es ebenfalls einen guten Grund. Der Mont Blanc als höchster Berg der Alpen liegt zwischen den beiden Ländern. Und während sich der Gipfel in Frankreich befindet, erstreckt sich der Peutereygrad - der zum Gipfel führt - auf italienischem Boden. So viel Bezug zum Alpinsport spiegelt sich natürlich auch in der Mode von Peuterey wieder, die vor allem wetterfeste Outdoor-Bekleidung beinhaltet.

 


Wie du siehst, ist die italienische Mode noch facettenreicher als man zunächst annimmt. Übrigens haben darüber hinaus noch weit mehr Marken eine Prise Italia in ihrer DNA. So lässt beispielsweise Harris Wharf London teilweise noch Klamotten in Turin herstellen, wo der Urgroßvater der beiden Gründer eine Handschuhfabrik besaß. Und sogar das gehypte Streetwear-Label OFF-WHITE von Virgil Abloh hat seinen Sitz in Mailand. Auch 2020 führt also kein Weg an zeitgenössischer Italiener Fashion vorbei.