New York, New York! Keine Stadt hat einen ähnlichen Einfluss auf die globale Streetwear-Szene wie die Ostküstenmetropole - und das schon seit Jahrzehnten. Durch Subkulturen wie Hip Hop und die typische Art der Stadtbewohner wurde der Street Style von NYC gleichermaßen geprägt. Außerhalb der Sommermonate ist das Wetter in New York City gerne etwas kühler, besonders in den Wintermonaten sinken die Temperaturen gerne in Richtung Gefrierpunkt. Außerdem sorgt die Lage der Küstenstadt am Atlantischen Ozean besonders im Winter für ein Klima, das eiskalte Winde, Niederschläge und Schneefälle bis hin zu Blizzards mit sich bringt. Kein gemütliches Wetter also für all jene, die sich nicht ab Herbstbeginn in den eigenen vier Wänden verkriechen können oder wollen.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Wir reden hier nicht vom Stil der gut betuchten High Society in Manhattan. Nein, heute zeige wir dir den Style, mit dem du eine Bodega in Belmont betrittst, um dir bei Papi ein Chopped Cheese zu bestellen. Die Stadt, die niemals schläft, ist natürlich auch bei unwirtlichen Witterungen jederzeit auf Achse und ihre Bewohner haben sich deshalb an die Gegebenheiten angepasst. Mehr noch: Sie haben die typische Bekleidung für die kalte Jahreszeit nach echter New York-Manier kurzerhand zum Trend erhoben und damit die halbe Welt beeinflusst.



Pflicht: Festes Schuhwerk

 

Aber woraus besteht die coolste Outdoor-Uniform des Planeten? Nehmen wir uns ein Beispiel am amerikanischen Traum und fangen ganz unten an - bei den Schuhen. Hier gibt es im Prinzip keine Kompromisse, den der bodenständige New Yorker trägt Boots mindestens von September bis April. Im Idealfall muss es natürlich das Original von Timberland sein: Der 6 Inch Boot ist so etwas wie der inoffizielle Schuh der 5 Boroughs und stellt das NYC-Streetwear-Outfit durch seine robuste Konstruktion auf ein stabiles Fundament.

 

Wer auf Nummer Sicher gehen will, greift zum Klassiker in Beige - Profis haben für jedes Outfit ein passendes Paar in einer anderen Farbe. Ganz wichtig: die ??Timbs?? werden nicht gebunden, sondern mit offenen Laces getragen. Klingt unpraktisch? Mag sein, aber ein echter New Yorker rennt vor nichts davon und kann es sich leisten, der Coolness den Vorzug zu lassen.



Workwear-Inspirationen für die Hose

 

Auch in Sachen Hosen zieht der Stil seine Einflüsse aus der Workwear, um praktische Eigenschaften mit unverwechselbaren Style zu vereinen. Die ganz klassische Wahl ist hier natürlich die gute alte Jeans. Schon Jahrzehnte zuvor hat sie Einzug in die Alltagskleidung gehalten - und als echtes Symbol des American Way of Life passt er natürlich super zur wohl bekanntesten Stadt des Landes. Eine Alternative zu Jeans sind Cargo-Pants, die mit ihren Beintaschen noch mal zusätzlichen Stauraum für Kleinkram bieten. Damit eignen sie sich natürlich ideal für einen langen Tag in der Großstadt, bei dem man ständig auf Achse ist.

 

Aber unabhängig davon, ob du dich für Jeans oder Cargos entscheidest: Die Hose muss auf jeden Fall etwas lockerer sitzen, ganz egal ob du sie im Slim oder Regular Fit trägst. Und selbstverständlich steckt der Hosensaum HINTER der Zunge deiner Boots.



Unverzichtbar - Sweater oder Pullover

 

Auch das Oberteil sollte - passend zur Hose - etwas weiter geschnitten sein und den lockeren Style aufgreifen. Beim Sweatshirt darfst du übrigens auch gerne Farbe bekennen und zu etwas auffälligeren Designs greifen. Das kriegst du einerseits mit großflächigen Logoprints in Kontrastfarben oder andererseits mit bunten Mustern hin. Ein absoluter No-Brainer ist der gute alte Hoodie, der praktisch wie gemacht für den NYC-Style ist. Die Kapuze schützt dich gerade im Winter unkompliziert vor kalten Lüftchen, ohne dass du gleich die von deiner Jacke verwenden musst und aussiehst, als ob du dich durch einen Schneesturm kämpfst.

 

Eine gute Alternative zu Sweater oder Hoodie sind Strickpullover mit All-Over-Patterns, die deinem Look eine etwas elegantere Note verleihen. Rapper wie The Notorious B.I.G. setzten Mitte der Neunziger frische Trends und trugen knallbunte Pullis im Strickdesign, die man vorher eher im Kleiderschrank des Großvaters vermutet hätte.



Dick eingepackt: Die richtige Jacke

 

Wahrscheinlich mit das wichtigste Piece deines Outfits im NYC-Style. Die Gratwanderung aus wetterfester Kleidung legst du souverän mit einer echten Outdoor-Jacke im Retrolook hin. Die beliebtesten Modelle kommen ebenfalls aus dem Performancebereich. Der New Yorker vertraut hier auf Profis, die ihre Kernkundschaft sonst bei Bergsteigern, Wanderern und Wintersportlern haben. Deshalb ist deine Jacke gut gefüttert, wasserfest und punktet zudem mit verschiedenen Funktionen sowie vielen Außen- und Innentaschen. Natürlich passt ein Exemplar ganz schlicht in Schwarz zu einem rauen Pflaster wie New York - aber auch hier sorgst du mit Farbe für richtige Highlights. Besonders cool sind Colorblocking-Looks und kräftige Kontrasttöne, die an den flashy Stil der Neunziger erinnern. Aber auch mit sportlichen Looks von klassischen Brands wie Tommy Hilfiger liegst du goldrichtig.



Die Kür: Accessoires

 

Die dürfen bei der Kälte natürlich nicht fehlen: Mützen, Schals und Handschuhe setzen deinem NYC-Style die Krone auf. Wenn der Wind dir mal nicht ganz so stark um die Ohren pfeift, kannst du Strickmütze oder Beanie gegen ein Cap austauschen. Allerdings solltest du dabei natürlich kein anderes außer den lokalen Sportteams - allen voran die Yankees oder die Knicks - representen.

 

Allzu extravagant solltest du deine Accessoires allerdings nicht wählen, denn der New Yorker ist immer noch für seine No-Nonsense-Attitude bekannt. Immer straight und gerade heraus, das ist der NYC Street Style!