"Buy less. Choose well. Make it last." - diese drei simplen Moderegeln kannte schon Vivienne Westwood - und gerade in Zeiten des Klimawandels tun wir gut daran, sie uns zu Herzen zu nehmen. Umweltschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen sind besonders in der Fashion-Welt wichtige Punkte - und immer mehr Brands handeln danach. Das hat natürlich auch für dich Vorteile. Neue Styles im Schrank und trotzdem keine neue Belastung für die Umwelt? Eine echte Win-Win-Situation! Aber was genau hat es eigentlich mit recycelter Mode auf sich? Wir erzählen dir ein bisschen mehr darüber.

 


WARUM NACHHALTIGE MODE SO WICHTIG IST

Besonders der Fast-Fashion-Trend stellt eine immer stärkere Belastung für die Umwelt dar. Kleidung wird nicht mehr als hochwertiges Stück betrachtet, dass den Käufer über möglichst viele Jahre begleitet - sondern als Gebrauchsgegenstand, der schon nach wenigen Monaten dem nächsten Trend weichen muss. Das sorgt nicht nur beim Endverbraucher für Abfälle: Auch die Hersteller müssen ihre Produktion der scheinbar nicht abreißenden Nachfrage anpassen, wodurch hohe Mengen an ungeklärtem Abwasser und andere Abfallprodukte in Flüsse und Seen gelangen. Deshalb ist es wichtig, Fashion-Unternehmen zu unterstützen, die dieser Entwicklung engagiert entgegentreten.

 


RECYCLING, UPCYCLING UND DOWNCYCLING

 

Den Begriff Recycling kennst du ja schon vom Hausmüll - Altpapier, gelber Sack und so weiter. Laut Definition werden die Ausgangsmaterialien dabei zu Sekundärrohstoffen. Aus ehemaligen Abfallprodukten entsteht dabei ein wiederaufbereitetet Bestandteil, der als Herstellungsmaterial verwendet wird. Recycling ist der Oberbegriff für alle Formen, bei denen benutzte Materialien dem Wertschöpfungskreislauf wieder hinzugefügt werden, anstatt als Müll auf einer Deponie zu enden.

 

Nun gibt es allerdings noch verschiedene Unterarten des Recyclings. Zum einen wäre da das Downcycling, worunter das bereits erwähnte Altpapier fällt. Die Qualität des Papiers sinkt nämlich zum Beispiel mit jeder Weiterverwertung - deshalb kann man nicht aus einer alten Zeitung einfach eine neue machen. Aber auch alte Kleidung kann unter das Downcycling fallen, nämlich wenn es einem Kleidungsstück beispielsweise ein Putzlappen wird. Das Ausgangsmaterial wird zwar weiterverwendet, allerdings nicht in unter gleichbleibender Wertigkeit.

 

Beim Upcycling sieht die Sache genau umgekehrt aus. Hier werden Stoffe, die früher im Müll gelandet wären, nicht nur weiterverwertet, sondern erhalten praktisch ein zweites Leben. Das können einerseits Hersteller sein, die zum Beispiel alte Jeans sammeln, um daraus spezielle Kollektion mit Einzelstücken im Used-Look zu fertigen. Aber auch Privatpersonen könne Upcycling betreiben, indem sie ausrangierte Kleidungsstücke mit ein paar kreativen Handgriffen restaurieren und ihnen einen individuellen Touch verleihen. So wird beispielsweise aus dem alten Businesshemd ein cooles Overshirt - und dass du zerrissene Jeans nicht wegschmeißen brauchst, müssen wir dir nicht mehr erzählen.

 


NACHHALTIGE MARKEN BEI JUST4MEN

 

Viele Brands übernehmen bereits seit Jahren Verantwortung und engagieren sich schon stark für Nachhaltigkeit - natürlich auch in den eigenen Kollektionen. Neben Maßnahmen für Tierwohl, biologische Materialien und einer nachvollziehbaren Lieferkette setzen einige Brands aus unserem Just4Men-Shop auch ganz gezielt auf Recycling-Mode. Hier sind ein paar Beispiel:


 

Die schwedische Marke lässt sich nicht nur modisch von der Natur inspirieren - auch in Sachen Nachhaltigkeit ist Marc O'Polo ganz vorne mit dabei. So verwendet das Label vermehrt recycelte Baumwoll-, Polyester- und auch Wollfasern. Der Mindestanteil der recycelten Fasern im Material liegt bei 20 Prozent. Außerdem wird die Polyesterwatte in den Outdoor-Kollektionen aus recycelten PET Flaschen hergestellt.


 

Einer der Grundsätze von SAVE THE DUCK ist es, vollständig auf tierische Rohstoffe zu verzichten. Aber auch bei den synthetischen Materialien beweist die Brand Weitsicht: Für Jacken werden teilweise recycelte Mikrofasern verwendet - in einer speziellen Kollektion sogar aus Plastikmüll, der aus den Weltmeeren gefischt wurde.


 

"Zero waste" in allen Fabriken - das ist das ambitionierte Ziel von Wrangler. Seit 2019 verwendet der Jeans-Hersteller auch recycelte Baumwolle in seinen Denim-Produkten. Dadurch werden der Wasserverbrauch und der Bedarf an frischer Baumwolle in der Produktion reduziert. Die recycelten Materialien bestehen aus Stoffresten, die in der Herstellung anfallen und sonst als Müll entsorgt würden.


 

Seit über 60 Jahren fest im Segelsport verankert hat NORTH SAILS eine ganz besondere Beziehung zu den Meeren dieser Erde. Deshalb spendet das Unternehmen mittlerweile 1 Prozent seiner Einnahmen an die Ocean Family Foundation. Außerdem gibt es seit 2018 verschiedene NORTH SAILS-Produkte, für die beispielsweise recycelte Plastikflaschen verarbeitet wurden.

 


Du siehst: die Auswahl an Recycling-Fashion ist schon jetzt groß - und wird in Zukunft hoffentlich noch wachsen. Stell dir dein Lieblings-Outfit aus nachhaltiger Mode zusammen und setze ein Zeichen!